Die Brüsseler Highlights

11 März 2022
Der Brüsseler Justizpalast

Wir haben für Sie eine Auswahl der Brüsseler Highlights zusammengestellt – von mittelalterlicher Architektur und historischen Wahrzeichen über charmante Ladenpassagen, atemberaubende Aussichtspunkte bis hin zu prächtigen Kulturgütern und typischen Stadtvierteln, die zum Flanieren einladen. Wir nehmen Sie mit auf eine Entdeckungstour durch Brüssel!

 

Der prächtige Grand-Place und eine historische Ladenpassage

 Ein Abstecher zum prunkvollen Grand-Place, der mit Fug und Recht als einer der schönsten Plätze der Welt gilt, gehört wohl zu jedem Besuch in Brüssel dazu! Hier bestechen das Brüsseler Rathaus (übrigens eines der schönsten des Landes), das Stadtmuseum Maison du Roi und zahlreiche andere Prunkbauten aus dem späten 17. Jahrhundert mit architektonischen Feinheiten und prächtigen Verzierungen.
Nur wenige Schritte entfernt können Sie durch die historische Luxus-Ladenpassage Galeries Royales mit ihren Boutiquen, Cafés und Brasserien, einem Theater und einem Kino schlendern. Sie zählt zu den schönsten und ältesten Passagen Europas.

Der Mont des Arts, Kultur mit Aussicht

Als Verbindung zwischen Unter- und Oberstadt bietet der Mont des Arts (dt. Kunstberg) eine fantastische Aussicht auf die Stadt. Auf dem Hügel hat sich mit den Jahren ein echtes Kunstviertel mit zahlreichen Museen und Kultureinrichtungen entwickelt, darunter die Königliche Bibliothek Belgiens (KBR mit Archiv und Literatur-Museum); das Brüsseler Kongresszentrum Square; die Königlichen Museen für Schöne Künste mit Magritte-Museum; das Musikinstrumentenmuseum (MIM) und der Kulturtempel Bozar.
Hügelabwärts erstreckt sich ein kleiner Park mit einem Reiterstandbild von König Albert I. Gleich gegenüber, auf dem kleinen Place Albertine, kann man die Statue seiner Gemahlin, Königin Elisabeth bewundern.

Touristen auf dem Mont des Arts im Sommer

Das königliche Viertel, eine Schöpfung aus dem 18. Jahrhundert

Ihnen steht der Sinn nach weiten Flächen, schlichten Linien und schöner Symmetrie? Das königliche Viertel wurde rund um den ehemaligen Coudenberg-Palast, dem einstigen Palast von Karl V., errichtet und hat bis heute seine historische Funktion als „Machtzentrum“ bewahrt. Auf dem Place des Palais befindet sich der Königspalast, der „Arbeitsplatz“ des belgischen Königs. Gleich gegenüber erstreckt sich der malerische Parc de Bruxelles. Auch die Straßen, die den Park säumen, sind Teil des neoklassizistischen Gesamtbildes, wie z. B. der Palast der Nation (der Sitz des belgischen Parlaments). Der aus der gleichen Epoche stammende Place Royale bildet mit seiner Kirche, die wie ein griechisch-römischer Tempel anmutet, den fast identischen Herrenhäusern und der Statue von Gottfried von Bouillon in der Platzmitte bis heute ein prachtvolles Ensemble.

Manneken-Pis, es kommt nicht auf die Größe an...

Der kleine „pinkelnde Bengel“ bleibt ein Brüsseler Klassiker. In diesem Fall ist es nicht so sehr das Kunstwerk an sich, sondern vielmehr seine Symbolik, die von Interesse ist: Seit dem 15. Jahrhundert schmückt die Skulptur des Manneken-Pis den öffentlichen Trinkwasserbrunnen in der Rue de l’Étuve. Nach und nach entwickelte sich der kleine Mann zu einem Symbol für die Brüsseler Wesensart – schelmisch, respektlos und mit einem gewissen Hang zum schrägen Humor.
 Es handelt sich hier allerdings um eine Kopie. Die Originalstatue wurde mehrfach gestohlen und beschädigt und befindet sich heute sicher verwahrt im Stadtmuseum. In dem Museum GardeRobe MannekenPis können Sie zudem einen Teil der umfangreichen Garderobe des Manneken-Pis bewundern.

Die Villa Empain, Art déco in Reinform

Das prächtige Art-déco-Gebäude der Villa Empain thront stolz an der majestätischen Avenue Franklin Roosevelt, an der auch zahlreiche imposante Botschaftsgebäude zu finden sind. Die in den 1930er-Jahren erbaute Villa Empain beherbergt heute die Fondation Boghossian – eine Stiftung, die als Kunstzentrum den Dialog zwischen Ost und West fördert.

 

Das Schwimmbad der Villa Empain

Das Atomium, das Brüsseler Wahrzeichen

Das Atomium wurde anlässlich der Brüsseler Weltausstellung 1958 errichtet und stellt mit seinen 9 Kugeln ein 165 Milliarden Mal vergrößertes Eisenkristall dar. Seinerzeit galt es als Symbol für Fortschritt und wissenschaftliche Forschung, heute gilt es gar als Wahrzeichen ganz Belgiens. Im Inneren der Kugeln finden Wechselausstellungen statt, während die obere Kugel einen atemberaubenden Ausblick über die Region bietet.

Der Justizpalast, ein echter Gigant

Der 1883 eingeweihte Justizpalast aus der Feder des Architekten Joseph Poelaert überragt das volkstümliche Marollenviertel. Dabei hat das Bauwerk mit seiner Nutzfläche von 40.000 m² geradezu pharaonische Ausmaße! Und so verwundert es kaum, dass es sich bis zum heutigen Datum um den größten Justizpalast der Welt handelt. Sein Ruf hat ein wenig gelitten, da seit Jahren Baugerüste seine Fassaden und seine grandiose eklektische Architektur verhüllen. Die Gerüste stehen nun schon so lange, dass sogar die Gerüste selbst renoviert werden mussten – eine kleine Kostprobe des Brüsseler Surrealismus.

Statuen, Säulen und massive Treppen außerhalb des Justizpalastes

Das Maison Horta, ein wunderbares Beispiel des Brüsseler Jugendstils

In der Zeit zwischen 1898 und 1901 ließ der Brüsseler Jugendstil-Architekt Victor Horta in der Gemeinde Saint-Gilles zwei nebeneinander liegende Jugendstilhäuser errichten: sein Architekturbüro mit Bildhauerwerkstatt und sein Wohnhaus. Als einer der größten Wegbereiter des Jugendstils hat Horta in Brüssel eine ganze Reihe von architektonischer Schätze hinterlassen, wobei sein Privathaus ein besonders schönes Beispiel ist.
Die beiden Gebäude, die inzwischen in ein Museum umgewandelt wurden, warten mit dem gesamten Repertoire des Jugendstils auf: Integration von strukturellen oder technischen Elementen (wie Lichter und Heizungen) in die Ornamentik, hochwertige Schmiedearbeiten, viel Licht, das durch die Fenster und Glasfenster im Dach einfällt...

Sakralarchitektur, die Basilika von Koekelberg

Der Legende nach ließ sich König Leopold II. 1902 bei einer Reise nach Paris von der kurz vor der Fertigstellung stehenden Basilika Sacré-Cœur inspirieren, um seinerseits eine Brüsseler Basilika bauen zu lassen. Die Bauarbeiten dauerten von 1905 bis 1970. Für die einen ist sie die größte Art-déco-Kirche bzw. die fünftgrößte Kirche der Welt, für die anderen das bombastisch-verspielte Werk einer Zuckerbäckerei. Bilden Sie sich am besten Ihre eigene Meinung!

Das urtypische und bunte Marollenviertel

Hier schlägt das Brüsseler Herz, hier möchte man die wahre Brüsseler Seele verorten. Schlendern Sie durch das bunte, charmante und manchmal etwas raue Marollenviertel, wo einem hier und da noch der alte Brüsseler Dialekt – das Brusseleir – zu Ohren kommt! Zwischen traditionellen Cafés und trendigen Bars, Trödelhändlern und Designerboutiquen konzentriert sich alles auf dem Place du Jeu de Balle, auf dem täglich der berühmte Brüsseler Flohmarkt stattfindet.

Unsere Parcours und Spaziergänge

Sie kennen schon alle Highlights? Dann werfen Sie einen Blick auf unsere Parcours und Spaziergänge, in deren Verlauf Sie die verschiedenen Brüsseler Stadtviertel und die unzähligen Facetten der Stadt entdecken können.