Die Koekelberg-Basilika ist nicht zu übersehen. An ihrer Architektur jedoch scheiden sich die Geister. Spöttische Zungen behaupten, sie ähnle einem überdimensionierten Lebkuchenhaus. Die Bauarbeiten dauerten von 1905 bis 1970 und wurden durch zwei Kriege unterbrochen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der ursprünglich angedachte neogotische Stil zugunsten des Art déco aufgegeben, der damals zur Avantgarde zählte. Das Problem bei der Sache: Zum Zeitpunkt der Einweihung der Kirche 50 Jahre später galt Art déco als kitschig. Originell ist die Verwendung von Terrakotta als Schalung für den Beton, die eine schöne Harmonie in Ockertönen schafft. Die Basilika besitzt eine außergewöhnliche Sammlung von Kunstwerken, u. a. von Permeke, Ensor und Miro. Am Abend strahlt das Gebäude eine seltsame Atmosphäre aus, die eines Tim-Burton-Films würdig wäre.
Art déco mit Verspätung
Location: Parc Elisabeth, 1081 Koekelberg