Ein Sonntag im Marollenviertel

24 Februar 2022
Marché aux puces de la place du Jeu de Balle
Der Flohmarkt auf dem Place du Jeu de Balle im Marollenviertel (c) Jean-Paul Rémy / visit.brussels

In dem urtypischen Brüsseler Marollen-Viertel kann man am Sonntag besser denn je über den berühmten Flohmarkt schlendern, eine Kleinigkeit essen und die unvergleichliche Stimmung der belgischen Hauptstadt auf sich einwirken lassen.

Zwischen der Kapellenkirche und dem Justizpalast offenbart das Marollenviertel wahrscheinlich wie kein zweites die Brüsseler Seele. Zwischen Flohmarkt, Antiquitätenhändlern, Streetart, urigen Bars und Panoramaausblicken auf die Stadt können Sie eine tüchtige Portion der Brüsseler Lebensart kosten.

9:00 Uhr: Das Flohmarkt- und Antiquitätenviertel

Flanieren Sie durch die Antiquitätenmeilen Rue Haute und Rue Blaes, vorbei an den reich bestückten Schaufenstern der Vintage-Geschäfte bis Sie zum Place du Jeu de Balle mit seinem berühmten Flohmarkt gelangen: Täglich von 7 bis 14 Uhr (am Wochenende sogar bis 15 Uhr) wuseln hier auf dem Kopfsteinpflaster die geschäftigen Flohmarkthändler um ihre bunten Stände, an denen man manchmal wahre Schätze findet. Die Einheimischen lassen sich hier an den Tischchen der umliegenden Cafés zum gemütlichen Morgenkaffee nieder….

12:00 Uhr: Frittenpause

Zur Mittagspause folgen Sie dem Duft des Fritkots (so der belgische Begriff für Frittenbude) am Fuße der Kapellenkirche Notre-Dame de la Chapelle, wo die freundlichen Inhaber knusprige Fritten brutzeln. Lassen Sie sich auf einer der Bänke auf dem Place de la Chapelle nieder oder steigen Sie in 2 Fußminuten bis zum Place du Sablon hinauf.

13:00 Uhr: Square des Ursulines

Einer der Hotspots der urban Culture in Brüssel ist der Square des Ursuline mit seinem über und über mit Graffiti verzierten Skatepark. Und während Sie gemütlich Ihre Fritten knuspern, können Sie die halsbrecherischen Kunststücke der Skater-Profis und -Amateure beobachten.

15:00 Uhr Streetart-Streifzug

Streetart lautet das Stichwort in den Straßen des Marollenviertels. Um 15 Uhr sind Sie bestimmt bereits an dem Werk von Denis Meyers und Arnaud Kool in der Rue Haute neben dem Eingang des Krankenhauses St. Pierre vorbeigekommen. Mindestens vier weitere Streetart-Oeuvres befinden sich in der Rue Blaes. Liebhaber klassischer Malerei sollten Streetart-Parcours rund um den Altmeister Bruegel absolvieren.

17:00 Uhr: Erster Drink im Clef D’or

Zurück am Place du Jeu de Balle können Sie zum Aperitif auf der Terrasse des Cafés La Clef D'or Platz nehmen. Die typische Brüsseler Brasserie überzeugt nicht nur mit ihrer ellenlangen Getränkekarte mit handwerklich gebrauten Biersorten und hausgemachten Aperitif-Drinks, sondern auch mit kleinen Speisen und Brüsseler Ambiente!

18:30 Uhr: Abendessen

Genießen ganz ohne Reue können Sie im Liu Lin in der Rue Haute. Die asiatische Küche der Schwestern Liu und Lin ist zu 100 % vegan. Wenn Sie es lieber etwas eleganter mögen, reservieren Sie einen Tisch am Fuße der Kapellenkirche im Brigittines. In einem prächtigen Jugendstildekor zaubert Küchenchef Dirk Myny traditionelle saisonale Küche auf den Tisch, zubereitet aus hochwertigen Zutaten. Unser Tipp: der berühmte "Zennepot"!  

21:30 Uhr: Panoramaausblick mit Sonnenuntergang

Nachdem Sie gut gegessen haben, sind Sie bereit für den romantischen Sonnenuntergang auf dem Place Poelaert, den Sie mit dem gläsernen Fahrstuhl erreichen. Lassen Sie sich auf einer der Bänke nieder und genießen Sie den fantastischen Ausblick auf die Brüsseler Skyline zur goldenen Stunde…

22:00 Uhr: Auf ein letztes Gläschen!

Wenn Sie noch nicht müde sind, bekommen Sie im Petit Lion noch ein letztes Gläschen. Um dorthin zu gelangen, nehmen Sie einfach den Aufzug hinab zur Rue Haute.