Maison Hannon
Edouard Hannon, Ingenieur der Gesellschaft Solvay und einer der Vertreter der industriellen Bourgeoisie, erwarb 1902 ein Grundstück an der Avenue Brugman und beauftragte den Architekten Jules Brunfaut mit dem Bau eines prachtvollen Herrenhauses im Jugendstil.
Jules Brunfaut zählte bis dato nicht zu den Jugendstil-Architekten. Er bediente sich dieses Stils lediglich, um seinem Freund und Geschäftspartner einen Gefallen zu tun. 1903, als sich der Jugendstil auch international durchgesetzt hatte, wagte er sich an neue Stilelemente heran: Ihm sind die Fenster im Tiffany-Stil zu verdanken. Und es wird deutlich, wer Brunfauts Vorbilder waren: Victor Horta und Octave van Rijsselberghe (der Architekt des Hôtel Otlet und Hôtel de Brouckère).
Maison Hannon
Horta-Museum
Die Gebäude des heutigen Horta-Museum, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, wurde 1898 von dem berühmten belgischen Jugendstilarchitekten Victor Horta auf zwei Parzellen der Brüsseler Rue Américaine als Wohnhaus und Atelier erbaut.
Von Arabesken und Licht: Der Jugendstilpionier erfand einen auf der Arabeske beruhenden Stil und revolutionierte den traditionellen Grundriss des bürgerlichen Hauses. Mit der Konzeption eines Oberlichtes, das sich über einem großräumigen Treppenhaus befindet, brach er mit der Struktur des Hauses mit Bel-Etage und drei aneinander anschließenden, eher dunklen Zimmern. Außerdem nutzte er alle Möglichkeiten seines handwerklichen Könnens und der Verwendung von industriellen Materialien wie Eisen, Gusseisen und Glas.
Hortas Anspruch war es, Kunst und Innenausstattung zu einem Gesamtkunstwerk zusammenzufügen, das das tägliche Leben zu einer ästhetischen Erfahrung machte. Ganz sicher einer der Jugendstilhöhepunkte in Brüssel.
Das Museum beherbergt gleichzeitig ein Forschungszentrum über Victor Horta und den Jugendstil. Die persönlichen Archive Hortas, die Pläne seiner Bauten und die Bibliothek sind nach Vereinbarung zugänglich.
Letzter Einlass 17 Uhr.
Horta-Museum
Maison Cauchie
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Das Maison Cauchie kann mit Fug und Recht als eines der schönsten Beispiele des Brüsseler Jugendstils bezeichnet werden. Sowohl die prachtvollen Sgraffiti und Fassadenmalereien als auch die Architektur und das Interieur des Gebäudes sind absolut sehenswert. Besichtigungen sind nach Vereinbarung möglich.
Paul Cauchie und seine Frau Lina, die ersten Besitzer, verdienten ihren Lebensunterhalt als Dekorateure und Maler und fertigten anhand historischer Techniken prächtige Wandgemälde und Sgrafitti an. Die meisten Brüsseler Beispiele dieser Kunstform stammen übrigens aus der Feder dieses Künstlerpaars. Und obwohl er eher Ambitionen als Dekorateur denn als Architekt hatte, war es Paul Cauchie persönlich, der sein 1905 fertiggestelltes Haus, entwarf.
Die gesamte Fassade wurde prachtvoll mit Wandmalereien verziert und diente als Aushängeschild für das Unternehmen der beiden Dekorateure. Die Vorderseite des Hauses wird dabei durch drei Türen aufgeteilt: Die mittlere Tür führt hinab in die Kellerebene, die rechte Tür zum Hochparterre, während die dritte Tür nur dekorative Zwecke erfüllt. Auch das Interieur des Hauses wurde mit zahlreichen Sgraffiti geschmückt. Dabei unterscheidet sich das Maison Cauchie von den Werken der Architekten Horta, Hankar, Blérot oder Strauven, die diese Epoche entscheidend geprägt haben. Die Formen dieses Bauwerks sind nicht, wie sonst in jener Epoche üblich, der Pflanzenwelt entlehnt, sondern orientieren sich strikt an der Geometrie.
Als kleine Anekdote: Aufgrund der teils minderwertigen Baustoffe, die der damals noch mit bescheidenen finanziellen Mitteln ausgestattete Paul Cauchie verwenden musste, war das Bauwerk mit der Zeit baufällig geworden und war 1971 vom Abriss bedroht. Nur Proteste konnten dies verhindern. Seit 1975 steht das Maison Cauchie unter Denkmalschutz.
Maison Cauchie
Hôtel van Eetvelde X LAB·AN
Das Maison van Eetvelde ist ein bemerkenswertes Jugendstilbauwerk aus der Feder von Victor Horta, das 1895-1898 im Auftrag des Diplomaten Edmond Van Eetvelde erbaut wurde. Das Gebäude zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Das Gebäude wurde 1895 von Edmond Van Eetvelde, seinerzeit Diplomat und Generalsekretär im Kongo, in Auftrag gegeben. Sehenswert sind die Eisenträger aus Flacheisen (wie im Industriebereich) statt aus Schmiedeeisen, die Mosaike, der glasüberdachte Innenhof und die Blumenmotive des Esszimmers.
Hôtel van Eetvelde X LAB·AN
Maison Autrique
Als erstes bedeutendes Bauwerk des Jugendstil-Architekten Victor Horta bildet das Maison Autrique ein wichtiges Element des Brüsseler Architekturerbes.
Ein Meilenstein der Brüsseler Architekturgeschichte: Denn das Gebäude aus dem Jahr 1893 stellt eine wesentliche Etappe in der Entwicklung der größten belgischen Architekten dar. Durch das Gebäude führt eine Szenographie, die von den beiden belgischen Comic-Größen François Schuiten und Benoît Peeter konzipiert wurde. Zugrundeliegende Idee war es, aus diesem Gebäude eine Art "Haus der Häuser" zu machen, eine Huldigung an die Brüsseler Architektur und zugleich ein Tor zum Imaginären.
Das Maison Autrique bietet regelmäßig Ausstellungen rund um verschiedene Themen: das 19. Jahrhundert in Brüssel, Comic oder Jugenstil.
Maison Autrique
MIM - Musikinstrumente-Museum (MRAH)
Das Brüsseler Musikinstrumente-Museum mit 1200 ausgestellten Musikinstrumenten und vielfältigen Sammlungen (mit insgesamt 8000 Instrumenten!), untergebracht in einem bemerkenswerten Jugendstilgebäude, ist ein Paradies für Musikinteressierte.
Musikgeschichte und Jugendstilarchitektur: Das Musikinstrumente-Museum befindet sich in den ehemaligen Gebäuden des „Old England“-Kaufhauses und gilt als eines der herausragenden Beispiele für die Brüsseler Jugendstilarchitektur.
Musikalische Welt- und Zeitreise: Auf vier Ebenen präsentiert das Museum Musikinstrumente aus verschiedenen Kulturkreisen und Epochen – und so begibt sich der Besucher auf eine musikalische Welt- und Zeitreise. Die Ausstellungsgestaltung verknüpft gekonnt klangliche und visuelle Dimensionen.
Kulinarischer Höhepunkt, im wahrsten Sinne des Wortes, ist das Restaurant im 6. Stock mit Dachterrasse.
MIM - Musikinstrumente-Museum (MRAH)
Comics Art Museum
Historische Stätten
Comics Art Museum
Le Magasin Wolfers Frères - Musée Art & Histoire
Le Magasin Wolfers Frères - Musée Art & Histoire
Hôtel Solvay
Architekt: Victor Horta - 1895/1898
Dieses luxuriöse Anwesen wurde 1894 von Victor Horta für den Sohn des Unternehmers Ernest Solvay erbaut. Dem Architekten wurde vollkommen freie Hand gelassen und bei der bis ins kleinste Detail durchdachten Innenausstattung und dem Mobiliar überließ er nichts dem Zufall. Die Fassade wird von zwei symmetrischen Erkern geziert, die sich über zwei Etagen erstrecken. Darüber befinden sich zwei Balkone. Im Interieur erwartet den Besucher ein optisches Feuerwerk. Die Farbpalette zwischen Rot- und Orangetönen verstärkt noch den Eindruck von Luxus und Komfort. Ein Besuch lohnt sich!
Hôtel Solvay