Dieser anonyme Künstler hat der Brüsseler Stadtlandschaft mit mehreren pikanten Kunstwerken seinen Stempel aufgedrückt. Das erste Werk ist explizit: Unverhüllt zeigt es eine Frau bei der Selbstbefriedigung. Über die Provokation hinaus scheint das Wandgemälde Vergnügen und Aggression zu vereinen. Ein Postrealismus, der die Lehren Courbets in eine harte Realität überführt. Ein weiteres Gemälde mit dem Titel Caravaggio stellt eine Opferung dar. Dies wurde von manchen als Aufruf zur Gewalt verstanden. Man kann darin allerdings auch eine Anspielung auf die von den Renaissance-Malern verwendeten Hell-Dunkel-Kontraste sehen. Derartige Werke, außerhalb der geschützten Räume eines Museums präsentiert, rufen oft heftige Emotionen hervor. Mitten in der Stadt trifft uns die Intimität unerwartet, roh und ungeschminkt. Dies ist unsere Sixtinische Kapelle.
Pikante Kunst
Location: Rue de Witte de Haelen, 52, 1000 Bruxelles