Kino und Filmkunst liegen der belgischen Hauptstadt gewissermaßen im Blut. Bereits seit dem 19. Jahrhundert pflegt die Stadt eine besondere Beziehung zur siebten Kunst.
1832 revolutionierte der in Brüssel geborene belgische Wissenschaftler Joseph Plateau das bewegte Bild mit seinem Phänakistiskop – einem Gerät, das den Grundstein für Animationsfilme legte. Ein paar Jahrzehnte später wählten die Brüder Lumière die Galeries Royales Saint-Hubert für ihre erste öffentliche Vorführung des Kinematographen außerhalb Frankreichs. Und schließlich wurde "Jeanne Dielman, 23, quai du Commerce, 1080 Bruxelles" der belgischen Filmemacherin Chantal Akerman 2022 von den Lesern der britischen Zeitschrift Sight and Sound zum besten Film der Welt gekürt.
Heute feiert Brüssel zwischen Dreharbeiten und Filmfestivals die 7. Kunst in all ihren Formen und Genres, zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter. Von Spannung und Nervenkitzel über Animationsfilme und Independent-Filme bis hin zu politisch engagierten Oeuvres - in Brüssel gibt es Filmfestivals für jede Stimmung, jeden Geschmack, jede Lebenslage...