Dieser Brauch, der Teil des lebendigen Brüsseler Kulturerbes ist, wird auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO geführt. Gemeinsam mit einer Reihe ähnlicher Veranstaltungen in Belgien und Frankreich fällt die Meyboom-Tradition in die Kategorie „Prozession der Riesen und Drachen in Belgien/Frankreich“. Sie gelten als „originelles Ensemble festlicher Veranstaltungen und ritueller Darbietungen“, wobei „mythische Helden oder Tiere, Berufe oder zeitgenössische lokale Figuren, historische, biblische oder legendäre Persönlichkeiten“ im Mittelpunkt stehen.
Das Meyboom-Fest geht auf eine folkloristische Tradition aus dem 13. Jahrhundert zurück und besteht darin, einen festlichen Baum an einer Straßenkreuzung zu pflanzen. Der Brauch soll in Folge eines Biersteuerstreits zwischen Brüssel und Löwen entstanden sein. Die Brüsseler gewannen und erhielten von da an das Recht, an jedem 9. August vor 17 Uhr einen Baum zu pflanzen – und wenn ihnen dies nicht gelingt, geht das Recht an Löwen über!suite à une querelle entre les villes de Bruxelles et Louvain au sujet de la perception des taxes sur la bière. Les Bruxellois prennent le dessus et reçoivent le privilège de planter un arbre chaque 9 août avant 17 h, sans quoi le privilège est octroyé à Louvain la concurrente !