Highlights

Petersdom, Sagrada Familia oder Notre-Dame de Paris, wer kennt sie nicht? Genau wie in anderen Städten gibt es auch in Brüssel eine Reihe außergewöhnlicher und sehenswerter Kirchen.

Basilika Sacré-Cœur de Koekelberg, die Kolossale

Wussten Sie, dass diese gigantische Brüsseler Basilika die fünftgrößte Kirche der Welt ist? 164 Meter lang, 107 Meter breit und 93 Meter hoch... mit einer Architektur im Art-déco-Stil, eingerahmt von idyllischen Grünflächen... Kein Wunder, dass die Bauarbeiten knapp 70 Jahre dauerten! Die Basilika ist mehr als eine einfache Kirche, sie ist ein echtes belgisches Symbol.

In dem riesigen Kirchengebäude finden regelmäßig ganz unterschiedliche Aktivitäten statt: Es gibt einen Theatersaal, zwei Museen, eine Radiostation, hier treffen sich Pfadfinder, Scrabble-Clubs und sogar ein Höhlenforschungsclub, der sich in dem ehemaligen Kohleheizwerk niedergelassen hat! Die Höhlenforscher veranstalten jedes Jahr eine spektakuläre Rallye über die Dächer der Basilika und auch bei Instandhaltungsarbeiten werden ihre Dienste gerne in Anspruch genommen. 

Kathedrale der Heiligen Michael und Gudula: die Königliche

Tauchen Sie ein in die alterwürdige Geschichte der belgischen Hauptstadt... Die Kathedrale, die den beiden Schutzheiligen der Stadt geweiht ist, thront stolz auf halbem Hügel und ist das wichtigste sakrale Gebäude der Stadt. Erbaut wurde die Kathedrale zwischen dem frühen 13. und dem späten 15. Jahrhundert. Damit ist sie ein herausragendes Beispiel der Brabanter Gotik, einer lokalen Spielart des berühmten mittelalterlichen Stils. Die Kirche war von Anfang an untrennbar mit der politischen Macht verbunden und wurde häufig Schauplatz wichtiger historischer Begebenheiten , z. B. der Proklamation Karls V. zum König von Spanien oder der Hochzeit des derzeitigen belgischen Königspaars Philippe und Mathilde. Lassen Sie sich im Inneren von der Schönheit der Glasfenster überwältigen, die zu den schönsten ganz Belgiens zählen. 

eglises - patrimoine
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Kirche Notre-Dame du Sablon: Brüsseler Wahrzeichen

Heutzutage denkt man in Brüssel bei „Sablon“ vor allem an ein wohlhabendes Stadtviertel mit eleganten Geschäften - darunter erlesene Restaurants und renommierte Chocolatiers - und den Antiquitätenmarkt. Die Kirche Notre-Dame du Sablon ist die zweite große Kirche im Brüsseler Stadtzentrum und wurde ebenso wie die Kathedrale im Stil der brabantischen Gotik erbaut. Das Gebäude, das ursprünglich eine bescheidene Kapelle war und von den Brüsseler Armbrustschützen erbaut wurde, verdankt seinen Ruf einem legendären Ereignis: der Ankunft einer Statuette der Jungfrau mit Kind im 14. Jahrhundert. Auch eine der traditionell bedeutsamsten Veranstaltungen der belgischen Hauptstadt fand hier einst ihren Ursprung: die mittelalterliche Prozession Ommegang, die bis heute zelebriert wird. Und wussten Sie, dass der Place du Grand Sablon im 19. und 20. Jahrhundert eine Hochburg des Ballsports war? 

 

Die Kirche Notre-Dame de Laeken: Königliche Krypta

Die von keinem Geringeren als Joseph Poelaert (d. h. dem Architekten des bombastischen Brüsseler Justizpalasts) entworfene Liebfrauenkirche in Laeken ist weit mehr als eine einfache Kirche: Sie beherbergt nämlich die Königskapelle und die Königskrypta, in der die belgischen Herrscher begraben sind, angefangen bei Leopold I.! Die Kirche ist ein neugotisches Meisterwerk, das von Leopold I. im Gedenken an Königin Louise-Marie in Auftrag gegeben und 1909 von Leopold II. fertiggestellt wurde. Bewundern Sie die drei gotischen Turmspitzen und die polychrome Marienstatue im Inneren. Besuchen Sie im Anschluss den nahegelegenen Friedhof von Laeken, der zu den schönsten der Region gehört. Ungewöhnlich: Seit kurzem leuchtet die Kirche abends dank 500 LED-Spots wie ein Leuchtturm in der Nacht. Der Blick ist besonders eindrucksvoll, wenn Sie sich ihr von Süden aus über die Avenue de la Reine nähern.

St.-Nikolaus-Kirche: im Herzen der Stadt

Diese Kirche liegt etwas verborgen und teilweise verdeckt von den kleinen, direkt angrenzenden Häusern - eine Gepflogenheit des Ancien Régime. Sie ist nicht zufällig dem Heiligen Nikolaus , dem Schutzpatron der Kaufleute, geweiht. Schließlich war der nur wenige Schritte entfernte prächtige Grand-Place ursprünglich das Handelszentrum der Stadt. Das Gebäude wurde bereits im 12. Jahrhundert als Kapelle erbaut und musste zahlreiche Zerstörungen über sich ergehen lassen, insbesondere während der Bombardierung Brüssels durch die französischen Truppen im Jahr 1695. Die Fassade wurde in den 1950er-Jahren vollständig restauriert - beachten Sie den beigen Kalkstein aus Massangis, der dem Gebäude neuen Glanz verleiht.

Kirche Sainte-Marie: Puccini und Magritte

Die imposante Kupferkuppel überragt die Häuserreihen von Schaerbeek: Diese Brüsseler Kirche liegt, ebenso wie die Kirche Notre-Dame de Laeken, auf der Trasse, die die beiden Königspaläste verbindet, und ist weithin sichtbar. Sie wurde zwischen 1845 und 1888 im romanisch-byzantinischen Stil erbaut, aber erst 1901, nach der Fertigstellung des Interieurs, geweiht. Sie ist nicht nur wegen des herrlichen Ausblicks auf den Justizpalast einen Besuch wert, sondern auch wegen ihrer schweren Bronzetür, des wunderschönen Mosaiks darüber und der Glasfenster, die von dem berühmten Glasmeister Jean-Baptiste Capronnier angefertigt wurden. Wichtige Ereignisse: Die Beerdigung des berühmten Komponisten Puccini wurde hier zelebriert (er ist jedoch nicht hier begraben) und... René Magritte heiratete hier!