Brüsseler Surrealismus

eine Lebensform

Surrealismus, mal charmant, mal anarchistisch, mal poetisch… in Belgien ist die hohe Kunst der Wirklichkeitsverschiebung gewissermaßen Nationalsport! Tauchen Sie ein in faszinierende Traumwelten, lassen Sie ein wenig Poesie in Ihr Leben und zelebrieren 2024 den Surrealismus, der in diesem Jahr in Brüssel im Rampenlicht steht… Ausstellungen, Veranstaltungen und legendäre Schauplätze dieser Kunstströmung führen durchs Jahr.

100 Jahre belgischer Surrealismus

1924 veröffentlichte André Breton in Paris sein „Manifest des Surrealismus“ und gab der damals aufkommenden Avantgardebewegung eine Definition. Rasch entwickelte sich Brüssel, unter dem Pinsel von René Magritte und Jane Graverol bzw. der Feder von Paul Nougé und Marcel Mariën, zur Hochburg des belgischen Surrealismus.

Magritte in Brüssel! ☁️🍏

Brüssel wäre ohne Magritte zweifellos eine andere Stadt. Es scheint, als hätten seine surrealistische Philosophie und seine überbordende Kreativität die Straßen und Gassen der Stadt ein wenig verzaubert! Ausstellungen, symbolträchtige Schauplätze, Boutiquen... folgen Sie den Spuren dieses Großmeisters des Surrealismus...

Surrealismus als Brüsseler Lebensform, zwischen "Zwanze" und "Gouaille"

In Brüssel ist der Surrealismus mehr als eine Kunstbewegung: Er ist eine Lebensform! Poetisch, überraschend und manchmal chaotisch – die belgische Hauptstadt praktiziert und beherrscht die hohe Kunst der Wirklichkeitsverschiebung mit inzwischen schon legendärer Selbstironie. Der schräge und respektlose Brüsseler Humor, die "Zwanze", ist ihre sicherlich volkstümlichste und vielleicht unterhaltsamste Ausprägungsform. Von der Brüsseler Architektur voller Kontraste bis hin zur "Gouaille" (der beißenden Spottlust) seiner Zinnekes (so der Spitzname der Einheimischen, ursprünglich die Bezeichnung der Mischlingshunde, die man in der Senne ersäufte...) bis hin zur Philosophie der Absurdität, ist Brüssel ebenso verwirrend wie liebenswert!