Für Feinschmecker und Genießer

Brauerei Cantillon - Brüsseler Gueuze-Museum (seit 1900)

Die in Anderlecht ansässige Brauerei Cantillon ist die letzte traditionelle Brüsseler Brauereien, die das legendäre Lambic-Bier braut. Das berühmte Familienunternehmen und sein Museum sind buchstäblich lebendiges Kulturerbe und nehmen Sie mit auf eine faszinierende Reise in die Vergangenheit. Tauchen Sie ein in die Zeit um 1900 und bewundern Sie historische Kupferkessel, Getreidespeicher, traditionelle Herstellungsverfahren und jahrhundertealte Bierfässer! Cantillon nutzt bis heute die althergebrachte Brauereitradition der Spontangärung der Würze, die von den berühmten, natürlich nur in Brüssel anzutreffenden Bakterien, den charmanten Brettanomyces bruxellensis, bewerkstelligt wird. Ein Brüsseler Highlight!

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Joris (seit 1938)

Nun bereits in vierter Generation sorgen die Süßigkeiten von Bonbons Joris dafür, dass Naschkatzen das Wasser im Munde zusammenläuft. Das Familienunternehmen ist seit 1938 Teil der belgischen Süßwarensaga! Aufgrund der allgemeinen Rohstoffknappheit während des Zweiten Weltkriegs musste das Unternehmen jede Menge Einfallsreichtum unter Beweis stellen und spezialisierte sich auf Weingummi, kleine Köstlichkeiten, für die letztendlich nur zwei Zutaten benötigt wurden: Gelatine und Zucker. Das Wagnis hat sich ausgezahlt! Ob hart oder weich… die Bonbons werden auch heute noch nach traditionellem Rezept in der Brüsseler Gemeinde Berchem-Sainte-Agathe hergestellt und sind weit über die belgischen Landesgrenzen hinaus für ihren einzigartigen und nachhaltigen Herstellungsprozess bekannt.

Mary (seit 1919)

Es war das Jahr 1919, kurz nach dem 1. Weltkrieg, dass die leidenschaftliche Schokoladenliebhaberin Mary Delluc ihr erstes Schokoladengeschäft in der Rue Royale eröffnete. Die Unternehmerin erwies sich damit als enorme Visionärin, die eine Erfolgsgeschichte à la belge schrieb. Der damalige Laden kombinierte eine Pralinentheke mit einem eleganten Art-déco-Teesalon, in dem sich die Brüsseler Bourgeoisie die Ehre gab. Diesen besonderen Feinsinn spürt man bis heute in den Mary-Boutiquen, angefangen bei den Schokoladenkreationen über die Schaufensterdekoration bis hin zu den Pralinenschachteln, die allesamt im Zeichen von Harmonie und Zartheit stehen.

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Maison Dandoy (seit 1829)

Riechen Sie ihn auch, den Duft von Spekulatius, der durch die kleinen Kopfsteinpflastergassen rund um den Grand-Place zieht? Das ist wahrscheinlich die Keksbäckerei Biscuiterie Dandoy, die die Brüsseler Luft seit 1829 mit Zimt- und Kardamomdüften erfüllt. Eine echte Institution, die ihre Kekstradition bereits seit vielen Generationen hütet und pflegt. Heute findet man hier an der verlockenden Kekstheke eine bunte Auswahl an Köstlichkeiten: Spekulatius, Marzipan, Pains Grecque (eine Keksspezialität aus Milchbrot, braunem Zucker und Kristallzucker) und Pains d’Epices (der frankophonen Entsprechung der Lebkuchen). Das Maison Dandoy hegt eine echte Leidenschaft für die Kunst des Schönen und Exklusiven und arbeitet dafür auch immer wieder mit renommierten Künstlern oder anderen belgischen Traditionshäusern zusammen. Das Geschäft in der Rue au Beurre (ja, wirklich, der Butterstraße) wurde im Jahr 1858 eröffnet und ist somit die älteste seiner Art. Baudelaire soll hier während seines Brüsseler Aufenthalts im Jahr 1860 regelmäßig gesichtet worden sein. Auch das Maison Dandoy überlebte die Rationierungen des Zweiten Weltkriegs dank seines süßen Zwiebacks, der aus einigen wenigen Zutaten gebacken wurde.  

Neuhaus (seit 1912)

Im Jahr 1912 erfand Jean Neuhaus unter dem majestätischen Glaskuppeldach der Galeries Royales Saint-Hubert die berühmte belgische Praline. In Brüssel vollzog der Schweizer Apotheker mit italienischen Wurzeln (offenbar ein Feinschmecker!) eine echte berufliche Kehrtwende: Er machte sich als Chocolatier selbstständig und spezialisierte sich auf gefüllte Schokoladenspezialitäten. Kurz darauf, im Jahr 1915 erfand seine Frau Louise Agostini den berühmten belgischen „Ballotin”, so der Terminus technicus für die belgische Pralinenschachtel. Heute kreiert Neuhaus Schokolade aus naturbelassenen Zutaten und nachhaltig angebauten Kakaobohnen – und das schmeckt man! Schmelzen Sie dahin für die süßen Köstlichkeiten dieser Chocolaterie, die in der Galerie de la Reine, aber auch in vielen anderen Brüsseler Stadtvierteln zu finden ist.

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Wittamer (seit 1910)

Süße Genüsse, die die Zeit überdauern, gibt es auch bei Wittamer. Dieses mehr als einhundert Jahre alte Traditionshaus versteht sich auf Feingebäck, Pralinen und Konditoreiwaren. Zwar wurde es 2021 von einem externen Unternehmertrio übernommen, dennoch bleibt das Haus den Werten und dem Savoir-faire der drei Generationen der Familie treu. In Brüssel verwöhnt Wittamer in seiner berühmten Boutique am Grand Sablon buchstäblich alle Sinne. Zart knuspernde Macarons, Pralinen zum Dahinschmelzen, Schwarzwälder Kirschtorte etc.... es ist quasi ein Ding der Unmöglichkeit, einer der verlockendsten Theken der belgischen Hauptstadt zu widerstehen! Feinschmecker auf der ganzen Welt freuen sich hingegen über die internationale Präsenz von Wittamer.