Parlamentarium
Europa muss nicht langweilig sein - das neue Brüsseler Besucherzentrum des
Europa muss nicht trocken sein – das Brüsseler Besucherzentrum des Europaparlaments Parlamentarium ist der beste Beweis! Eine dynamische und interaktive Multimediaausstellung mit 360°-Panoramafilm, Rollenspiel für Schulklassen und einer interaktiven Karte bietet eine Entdeckungsreise durch die Instanz, die die Bürger Europas auf EU-Ebene vertritt. Das Parlamentarium ist täglich geöffnet und empfängt sowohl Einzelbesucher als auch Schulklassen und Familien in allen 24 Sprachen der EU. Der Eintritt ist frei.
Die Highlights:
• 360°-Panoramafilm: Das Geschehen im Plenarsaal des Europäischen Parlaments erleben, so als sei man da.
• 751 Parlamentsabgeordnete: Anhand von interaktiven Multimedia-Angeboten lernen Sie Ihre EU-Abgeordneten kennen. Was machen sie für Sie?
• Interaktive Karte: Begeben Sie sich auf eine Entdeckungsreise durch die Europäische Union und sehen Sie, welche positiven Auswirkungen die EU für Sie persönlich hat.
• Die Stimmen der Europäer: Lauschen Sie den Stimmen unterschiedlicher Europäer, die erklären, was Europa für sie persönlich bedeutet.
• Rollenspiel für Schulklassen: Schülergruppen werden in politische Fraktionen eingeteilt und arbeiten selbst an einem Gesetzesentwurf. Pressekonferenz, SMS-Benachrichtigungen und Verhandlungen mit Lobbyisten inbegriffen!
• Schatzsuche für die ganze Familie: Das Spiel Luna ist eine Schatzsuche für Kinder von 6 bis 10 Jahren – eine spielerische Herausforderung für Groß und Klein.
Parlamentarium
Haus der Europäischen Geschichte
Das Haus der Europäischen Geschichte, das in dem prächtigen, frisch renovierten Eastman-Gebäude untergebracht ist, zeichnet die europäische Geschichte und die Zukunft Europas anhand von unzähligen Ausstellungsstücken aus den 28 Mitgliedstaaten der EU nach. Der Eintritt ist frei.
In den 24 Amtssprachen der Europäischen Union offenbart es die Geschichte Europas – von den europäischen Mythen und Entdeckungen, über das Chaos und die Kriegswirren bis hin zur allmählichen Entwicklung eines Zugehörigkeitsgefühls im Laufe des 20. Jahrhunderts. Dabei wird der Besucher angeregt, die Dinge zu hinterfragen und sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft zu betrachten und zu analysieren. Das Haus der Europäischen Geschichte bietet speziell zugeschnittene Programme für Schulen, Familien und Gruppen. Der Eintritt ist frei.
Dauerausstellung: Die Dauerausstellung lässt die großen Ereignisse der europäischen Geschichte Revue passieren und legt dabei zunächst einen Schwerpunkt auf die im 19. Jahrhundert vorherrschenden Ideen und Überzeugungen. Nächster thematischer Schwerpunkt sind die zerstörerischen Kriege, die Europa erschütterten, bevor die Ausstellung sich schließlich der europäischen Einigung zuwendet, die den Europäern eine friedlichere Zukunft sichern sollte. Das Museum regt die Besucher zum Nachdenken an – über das heutige Europa und seine Rolle in der Welt und die Möglichkeit jedes einzelnen Europäers, die Zukunft des Kontinents mitzugestalten.
Pädagogische Angebote und Fortbildungen: Das Haus der europäischen Geschichte hat eine Reihe von pädagogischen Angeboten ausgearbeitet, die die Besichtigung zu einem echten Erlebnis machen: interaktive Präsentationen, Ausstellungsgegenstände, Multimedia-Guides, Ausstellungen, Workshops und Seminare, die den Besucher dazu anregen, seine bisherige Wahrnehmung der europäischen Geschichte und ihren Einfluss auf die heutige Welt zu hinterfragen.
Ein herausragendes Bauwerk: Das Eastman-Gebäude, das sich im Schatten der Bäume des majestätischen Parc Léopold erhebt, ist eine Perle des Art Déco. Hier war bis vor Kurzem noch eine Zahnklinik für sozial benachteiligte Kinder untergebracht, jetzt wurde das Bauwerk bis ins letzte Detail restauriert. Besonders schön sind dabei die Wandfresken in Anlehnung an die Fabeln von Jean de la Fontaine, die nun wieder in altem Glanz erstrahlen. Und nach der Besichtigung laden die Parkbänke des Parc Léopold zum Picknicken und Verweilen ein.
Haus der Europäischen Geschichte
Institut für Naturwissenschaften
Institut für Naturwissenschaften
Parc Léopold
Der Parc Léopold im Europaviertel ist eine beschauliche Parkanlage im Stile eines englischen Gartens, deren Rasenflächen zur Mittagszeit von Studenten, EU-Mitarbeitern und Touristen in Beschlag genommen werden. Im 19. Jahrhundert diente der Park noch als Zoo, Landschafts- und Lustgarten, bevor er zwischenzeitlich wissenschaftliche genutzt wurde. Heute können Sie hier Skulpturen wie die Büste von Jean-Jules Linden oder den Friedensbaum bewundern.
Zahlreiche belgische und europäische Institutionen befinden sich in und um diesen Park: die Solvay-Bibliothek, das Institut Louis Pasteur, das Anatomie- und Physiologieinstitut, die Handelsschule usw. Nutzen Sie die Gelegenheit, um den Plenarsaal des Europäischen Parlaments, das Besucherzentrum Parlamentarium, das Haus der Europäischen Geschichte, das Museum für Naturwissenschaften oder das Musée Wiertz zu besuchen.
Ihren Spaziergang fortsetzen können Sie im nahegelegenen Parc du Cinquantenaire, einer weiteren imposanten Grünfläche der belgischen Hauptstadt.
Parc Léopold
Maison Saint Cyr
Das Maison Saint-Cyr mit seinen charakteristischen, kunstvollen Schmiedearbeiten ist das wohl extravaganteste und erstaunlichste Beispiel des Brüsseler Jugendstils. Mit überbordender Verspieltheit wurde die gerade einmal vier Meter breite Fassade mit Glas- und Eisenelementen von Meisterhand verziert – ein architektonisches Faszinosum.
Das Haus stammt aus der Feder des Brüsseler Architekten – und Schülers von Victor Horta – Gustave Strauwen, der die Pläne im zarten Alter von 21 Jahren zeichnete. In Auftrag gegeben wurde der Bau, der von 1900 bis 1903 andauerte, von dem Maler und Dekorateur Léonard de Saint-Cyr.
Bis vor Kurzem noch schieden sich die Geister an diesem Jugendstil-Bauwerk. Der leitende Architekt der Stadt Brüssel kommentierte die Fassade 1967 folgendermaßen: „Es fehlt die für ein Kunstwerk notwendige Einheitlichkeit; die einzelnen Elemente treffen aufeinander und ergeben den Eindruck einer ungeordneten und wenig harmonischen Fantasie, die durch die Außentreppe zweifelhaften Geschmacks noch verstärkt wird.“ Auch sechs Jahre später fiel das Urteil der Commission Royale des Monuments et Sites nicht milder aus: „Es handelt sich um ein ungeordnetes Werk mit verwirrenden Proportionen, die eher an ein Theaterdekor als an ein ernsthaftes, geordnetes und logisches Architekturensemble denken lassen.“
Maison Saint Cyr
Hôtel van Eetvelde X LAB·AN
Das Maison van Eetvelde ist ein bemerkenswertes Jugendstilbauwerk aus der Feder von Victor Horta, das 1895-1898 im Auftrag des Diplomaten Edmond Van Eetvelde erbaut wurde. Das Gebäude zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Das Gebäude wurde 1895 von Edmond Van Eetvelde, seinerzeit Diplomat und Generalsekretär im Kongo, in Auftrag gegeben. Sehenswert sind die Eisenträger aus Flacheisen (wie im Industriebereich) statt aus Schmiedeeisen, die Mosaike, der glasüberdachte Innenhof und die Blumenmotive des Esszimmers.
Hôtel van Eetvelde X LAB·AN
Parc du Cinquentenaire in Brüssel
Der 1880 anlässlich des 50. Jahrestags der Unabhängigkeit Belgiens angelegte Parc du Cinquantenaire ist eine Gartenanlage im „französischen Stil“ mit historischer Bedeutung. Hier kann man neben Gartenkunst auch Denkmäler, Skulpturen und Museen bewundern. Überragt wird der Park von einem Triumphbogen mit drei Arkaden, auf denen eine bronzene Quadriga prangt. Von hier aus können Besucher einen atemberaubenden Blick auf die belgische Hauptstadt genießen. Die breiten Alleen führen unter anderem zum Pavillon der menschlichen Leidenschaften aus der Feder des berühmten Jugendstilarchitekten Victor Horta, zum Königlichen Armee- und Militärmuseum, zum Museum für Kunst & Geschichte und zum Automuseum Autoworld.
Ganzjährig finden hier zudem Veranstaltungen aller Art statt: Sportveranstaltungen, Feste, Konzerte, Feuerwerk... Im Sommer lädt Sie das Park-Café „Guinguette Maurice“ zu einer sonnigen Pause ein.
Parc du Cinquentenaire in Brüssel
Musée Royal de l’Armée (War Heritage Institute)
Musée Royal de l’Armée (War Heritage Institute)
Musée Art & Histoire (MRAH)
Das Cinquantenaire-Museum, gelegen im Brüsseler Jubelpark, ist Teil der Königlichen Museen für Kunst und Geschichte und bietet einen umfassenden und vielseitigen Überblick über die Geschichte von den Hochkulturen der Antike bis hin zu den Kunstströmungen der Gegenwart.
Antike Sammlungen:
Die antiken Sammlungen befassen sich mit den untergegangenen Hochkulturen von Ägypten (Neuheit: das Grabmal von Nakht), Mesopotamien, Griechenland und Rom. Gezeigt werden außerdem die großen Kunstströmungen Europas vom 10. Jahrhundert bis heute. Wandteppiche, Altaraufsätze, Spitze, Goldschmiedekunst und Porzellan gehören zu den kostbaren Höhepunkten der Ausstellung.
Von Mikronesien bis Amerika:
Die nicht-europäischen Werke laden ihrerseits auf eine Reise ein: nach Mikronesien, Polynesien, Indien, Südostasien, China und ins präkolumbische Amerika. In den eindrucksvollen Archäologie-Sälen wird der Geschichte der Region von der Vorgeschichte bis zur Epoche der Merowinger neues Leben eingehaucht.
Musée Art & Histoire (MRAH)
Autoworld
Autoworld ist ein außergewöhnlicher Ort, einzigartig in seiner Architektur, seiner Sammlung und den dort organisierten Ausstellungen.
Das Museum befindet sich in einem repräsentativen Gebäude des Parc du Cinquantenaire, welches 1880 anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung des Königreichs Belgien erbaut wurde.
Mehr als 300 Fahrzeuge, Reisebusse und Motorräder unterschiedlicher Herkunft zeichnen die Geschichte des Automobils nach und veranschaulichen die spektakuläre Entwicklung von Fahrzeugen über mehr als ein Jahrhundert. Die emblematischsten Autos jeder Epoche ermöglichen es außerdem, die Entwicklung des Autodesigns von Anfang an bis heute zu verfolgen.
Themenbereiche beleuchten spezifische Aspekte dieser Geschichte. Der „Sport & Wettbewerb“ Abschnitt zeichnet die Meilensteine des Motorsport (Rallyes und Rennen) seit 1906.
„Man darf nicht vergessen, dass unser Land im frühen 20. Jahrhundert eines der wichtigsten Automobilhersteller war“.
Im neuen "Media Room" erzählen Filme, Videos und historische Dokumente diese Geschichte ebenso wie die automobile Entwicklung der letzten 30 Jahre.
Temporäre Ausstellungen werden regelmäßig organisiert.
Weitere Informationen und den Messekalender finden Sie unter: www.autoworld.be
Autoworld
Maison Cauchie
"Our spaces are currently not available for rental. Please visit this page again for future update."
Das Maison Cauchie kann mit Fug und Recht als eines der schönsten Beispiele des Brüsseler Jugendstils bezeichnet werden. Sowohl die prachtvollen Sgraffiti und Fassadenmalereien als auch die Architektur und das Interieur des Gebäudes sind absolut sehenswert. Besichtigungen sind nach Vereinbarung möglich.
Paul Cauchie und seine Frau Lina, die ersten Besitzer, verdienten ihren Lebensunterhalt als Dekorateure und Maler und fertigten anhand historischer Techniken prächtige Wandgemälde und Sgrafitti an. Die meisten Brüsseler Beispiele dieser Kunstform stammen übrigens aus der Feder dieses Künstlerpaars. Und obwohl er eher Ambitionen als Dekorateur denn als Architekt hatte, war es Paul Cauchie persönlich, der sein 1905 fertiggestelltes Haus, entwarf.
Die gesamte Fassade wurde prachtvoll mit Wandmalereien verziert und diente als Aushängeschild für das Unternehmen der beiden Dekorateure. Die Vorderseite des Hauses wird dabei durch drei Türen aufgeteilt: Die mittlere Tür führt hinab in die Kellerebene, die rechte Tür zum Hochparterre, während die dritte Tür nur dekorative Zwecke erfüllt. Auch das Interieur des Hauses wurde mit zahlreichen Sgraffiti geschmückt. Dabei unterscheidet sich das Maison Cauchie von den Werken der Architekten Horta, Hankar, Blérot oder Strauven, die diese Epoche entscheidend geprägt haben. Die Formen dieses Bauwerks sind nicht, wie sonst in jener Epoche üblich, der Pflanzenwelt entlehnt, sondern orientieren sich strikt an der Geometrie.
Als kleine Anekdote: Aufgrund der teils minderwertigen Baustoffe, die der damals noch mit bescheidenen finanziellen Mitteln ausgestattete Paul Cauchie verwenden musste, war das Bauwerk mit der Zeit baufällig geworden und war 1971 vom Abriss bedroht. Nur Proteste konnten dies verhindern. Seit 1975 steht das Maison Cauchie unter Denkmalschutz.
Maison Cauchie