Unsere Spartipps für Brüssel mit kleiner Reisekasse

23 November 2022
Junge Leute genießen die Aussicht vom Poelaert-Platz bei Einbruch der Dunkelheit

Wie heißt es so schön "The best things in life are free" ... egal, ob Sie etwas knapp bei Kasse sind, gerne mit kleinem Budget reisen oder einfach ein Sparfuchs sind – in Brüssel gibt es zahlreiche kostenlose oder zumindest kostengünstige Angebote, Veranstaltungen und Sehenswürdigkeiten. Wir haben für Sie acht Tipps zusammengestellt, mit denen Sie Ihre Reisekasse nicht allzu stark strapazieren.

1. Kostenlose oder vergünstigte Museen

Mit seinen mehr als 100 Museen bietet Brüssel für jeden Geschmack (und jedes Budget!) etwas: Einige Museen sind durchgehend kostenlos, andere nur zu bestimmten Anlässen.

Brüssel ist nicht nur die belgische, sondern auch die europäische Hauptstadt Belgiens – und im Haus der Europäischen Geschichte können Sie sich mit der Geschichte des europäischen Kontinents vertraut machen. Gleich nebenan im Parlamentarium erfahren Sie mehr über die Arbeit des EU-Parlaments.

Ein paar Schritte entfernt befindet sich das beeindruckende Musée Wiertz, das die monumentalen Gemälde des ebenso romantischen wie auch kontroversen Malers Antoine Wiertz beherbergt. Ein Stück weiter können Sie das Musée Meunier mit mehr als 700 Exponaten in dem ehemaligen Wohnhaus und Atelier von Constantin Meunier besichtigen, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Künstler, Maler, Bildhauer und Zeichner tätig war und mit seinem Werk den Realismus des frühen 20. Jahrhunderts beeinflusste.

Die Belgische Nationalbank, untergebracht in einem atemberaubenden Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, bietet spannende Einblicke in das belgische Geldwesen.

Weiter geht's ins Königliche Viertel... bestaunen Sie hier die Fassaden der prunkvollen Gebäude – vom Königspalast bis hin zu anderen Verwaltungsgebäuden – zunächst von außen. Das Museum des Palais du Coudenberg ist zumindest für Jugendliche unter 18 Jahren kostenlos.

Im Herbst öffnen einige Museen ihre Türen ausnahmsweise auch am Donnerstagabend. Diese Museumsnächte, die so genannten Nocturnes, sind kostenlos oder zumindest vergünstigt. Auf dem Programm stehen Workshops, Animationen, Führungen und DJ Sets.

Für Kulturfans, die keine halben Sachen machen und dabei ein paar Euro sparen wollen, gibt es die Brussels Card ab 29 €, die ihren Besitzern die Türen zu über 40 Museen öffnet.
Bei einigen Brüsseler Museen heißt es zudem am ersten Mittwochnachmittag und/oder am ersten Sonntag des Monats "Eintritt frei"!

2. Streifzüge durch die Stadt

Wir haben für Sie eine Reihe von Parcours, Spaziergängen und Streifzügen zusammengestellt, die entweder thematisch oder nach Stadtvierteln sortiert sind. In den visit.brussels-Empfangsbüros am Place Royale und am Grand-Place erhalten Sie kostenlos Stadtpläne der alten Wehrgang der Stadt mit Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten, die den Weg säumen.

Etwas klassischer, aber genauso spannend: Lassen Sie sich von einem Stadtführer über den Grand-Place führen. Das Trinkgeld am Ende der Tour liegt im eigenen Ermessen. Das Prinzip der "Tipping-Touren" ist weit verbreitet: Sie finden es z. B. bei den in mehreren Sprachen angebotenen Stadtführungen von Bravo Discovery.

Streetart und Comics sind in Brüssel gewissermaßen "Spezialität des Hauses". Begeben Sie sich auf einen Comic-Spaziergang  oder einen Streetart-Parcours  quer durch die Stadt.
Über das Brüsseler Greeters-Netzwerk können Sie einen Einheimischen finden, der Ihnen "sein" Brüssel zeigt und Ihnen liebend gerne seine Lieblingsadressen und Geheimtipps verrät.

Auch die Besichtigung von Kirchen und Kathedralen ist in Brüssel kostenlos. Die Kathedrale Saints Michel et Gudule, die Kirche Notre Dame du Sablon, die Basilika von Koekelberg und die Grotte de Notre Dame de Lourdes empfangen nicht nur Gläubige, sondern auch Neugierige mit offenen Armen. Beachten Sie, dass bestimmte Extras kostenpflichtig sind (Panoramaausblick, Schatzkammer, Krypta usw.).

3. Pause im Park

Verschnaufpausen im Grünen bieten die zahlreichen Brüsseler Parks und Grünanlagen: Eine kleine Bank, das weiche Gras und ein Schatten- oder Sonnenplätzchen gibt hier ganz umsonst. Im Sommer finden Sie hier verschiedene Kioske, wo Sie ein Getränk oder einen kleinen Snack genießen können.

4. Gutes muss nicht teuer sein!

Brüssel ist ein echtes Paradies für Liebhaber von Vintage- und Second-Hand-Läden, wo Sie nachhaltig und günstig shoppen können – von Kleidung über Accessoires bis hin zu Vintage-Deko!

Auf einem der größten Flohmärkte Europas, der täglich auf dem Place du Jeu de Balle stattfindet, können Sie nach Kuriositäten stöbern. Auch andernorts in Brüssel gibt es zahlreiche Flohmärkte.

Ein weiteres Highlight für Schnäppchenjäger ist der Sommer- bzw. Winterschlussverkauf, der in Brüssel im Juli bzw. im Januar stattfindet.

Spaziergänger und Shopper auf der Avenue de la Toison d'or

5. Streetfood und Snacks

Gutes Essen ist in Brüssel nicht unbedingt teuer. Da wären zum Beispiel die berühmten Pommesbuden, wo Sie sich für ein paar Euro eine Tüte knuspriger belgischer Pommes auf die Faust geben lassen können. Andere Snacks wie Durums, Mitraillettes (ein etwas abenteuerlicher Brüsseler Snack: ein mit Fleischstücken oder Tatar, Pommes frites, Käse und unterschiedlichen Soßen gefülltes Baguette!) oder Samosas kosten nicht die Welt.

Kunden in der Pommesbude Tabora in der Nähe von Yser

6. Gastronomische Weltreise zum kleinen Preis

In den meisten Restaurants kostet ein Teller Suppe mit Brot nur eine Kleinigkeit. Sie brauchen etwas, das länger vorhält?

Bei Bavet im Sainte-Catherine-Viertel bekommen Sie einen großen Teller Spaghetti zum kleinen Preis. Andere mediterrane Köstlichkeiten finden Sie im spanischen Cabraliego oder in den italienischen Restaurants Nona und Spago. Gerichte aus Syrien gibt es bei My Tannour, während SemSom libanesischem Streetfood serviert. Mexikanische Burritos finden Sie bei CHEZWaWa, Frühlingsrollen bei Knees to chin und Gyozas und andere japanische Genüsse bei Takumi und Makisu.

Wenn Sie bereit sind, ein paar Euro mehr auszugeben, sollten Sie den nahe gelegenen Food Market Wolf Brussels besuchen, der mit 17 Restaurants und 2 Bars eine eigene kulinarische Weltreise bietet. Und wenn Sie lokale Spezialitäten kosten möchten, begeben Sie sich in das Restaurant Bouillon im Innenstadtviertel Îlot sacré. Hier gibt es hochwertige belgische Küche zu erschwinglichen Preisen in einem Lokal mit besonderem Flair zwischen Jugendstil und Belle Époque.

7. Kultur zum halben Preis

Karten für Kulturveranstaltungen – von Tanz über Theater bis hin zu Konzerten – am gleichen Tag zum halben Preis gibt es bei den Last-Minute-Tickets.  

Publikum vor dem Kino Nova

8. Nachtleben

Das Brüsseler Nachtleben  ist bunt, aufregend... und zum Glück nicht unbedingt teuer. Viele Brüsseler Bars bieten abends Konzerte und Jam Sessions an und mit etwas Glück kommen Sie pünktlich zur Happy Hour! Einige Nachtclubs sind übrigens etwas günstiger, wenn Sie vor Mitternacht kommen.