Coudenberg Palast
Ein unterirdischer Parcours, in dessen Verlauf Sie die Überreste des Palastes von Charles V. entdecken können. Seit dem Mittelalter überragt eine fürstliche Residenz auf dem Coudenberg die Stadt Brüssel. Das architektonische Ensemble, das sich seit dem 12. Jahrhundert immer wieder weiterentwickelt hat, gilt als einer der schönsten Paläste Europas und eine der wichtigsten Residenzen von Karl V. Dieses prestigeträchtige Gebäude wurde bei einem Brand im Februar 1731 schwer beschädigt. Vierzig Jahre später wurden die Ruinen des Palasts dem Erdboden gleichgemacht, um Platz für den Place Royale zu machen. Die Überreste dieses Gebäudes bilden heute die archäologische Stätte des Coudenberg.
Coudenberg Palast
Kirche Notre-Dame du Sablon
Die Kirche ist ein prächtiges Beispiel für die Entwicklung der Brabanter Spitzbogenarchitektur. Ihre Schönheit verdankt sie den Armbrustschützen der Stadt, die sie im 15. Jahrhundert erbauten. Vertreter der Familie Thurn und Taxis fanden ihre letzte Ruhe in den Sarkophagen unter der Sankt-Ursula-Kapelle. Sowohl die Architektur als auch die bunten Kirchenfenster sind absolut sehenswert.
Kirche Notre-Dame du Sablon
Kathedrale Saints Michel et Gudule
Die die auf einer Anhöhe erbaute Brüsseler Kathedrale Saints-Michel-et-Gudule ragt nach den städtebaulichen Veränderungen des Brüsseler Nordens im 20. Jahrhunderts wie ein Monument aus der Brüsseler Skyline hervor.
Ihre heutige Gestalt veranschaulicht deutlich die drei aufeinanderfolgenden Bauphasen im gotischen Stil. In Angriff genommen wurde der Bau der Kathedrale bereits im 13. Jahrhundert, doch fertiggestellt wurde sie erst zwei Jahrhunderte später. Besonders eindrucksvoll sind die Überreste der romanischen Stiftskirche sowie die prächtigen Fenster aus dem 16. Jh., die Apostelstatuen im Schiff, die Kanzel im Barockstil, der Schatz und die große Orgel.
Bei der Kathedrale handelt es sich um das wichtigste Gotteshaus der Stadt Brüssel, gleichzeitig dient sie als Sitz der Erzdiözese Brüssel-Malines, der höchstens Instanz der kirchlichen Hierarchie in Belgien. Desweiteren spielt sie eine wichtige Rolle im gesellschaftlichen, geistlichen und kulturellen Leben der Stadt und des Landes, denn hier finden auch die wichtigsten Zeremonien der Königsfamilie statt (Trauerfeiern, Hochzeiten, so auch die Hochzeit des derzeitigen Königs Philippe etc.).
Kathedrale Saints Michel et Gudule
Musées Royaux des Beaux-Arts de Belgique
Die Musées Royaux des Beaux-Arts de Belgique – 4 Museen, 7 Jahrhunderte der schönen Künste, 20 000 Kunstwerke und Kunstgenuss vom Feinsten:
• Im Musée Magritte gibt es die weltweit größte Sammlung von Werken des großen belgischen Surrealisten René Magritte zu entdecken
• Im Musée Old Master gibt es Meisterwerke aus der Epoche des 15. Jahrhunderts bis hin zum 18. Jahrhundert zu sehen, unter anderem mit der weltweit größten Bruegel-Sammlung, verschiedenen Werken von Rubens, van der Weyden und Jordaens.
• Die beiden Kunstatelier-Museen Musée Wiertz und Meunier in Ixelles geben einen faszinierenden Einblick in die Welt dieser beiden Künstler.
Musées Royaux des Beaux-Arts de Belgique
Musée Art & Histoire (MRAH)
Das Cinquantenaire-Museum, gelegen im Brüsseler Jubelpark, ist Teil der Königlichen Museen für Kunst und Geschichte und bietet einen umfassenden und vielseitigen Überblick über die Geschichte von den Hochkulturen der Antike bis hin zu den Kunstströmungen der Gegenwart.
Antike Sammlungen:
Die antiken Sammlungen befassen sich mit den untergegangenen Hochkulturen von Ägypten (Neuheit: das Grabmal von Nakht), Mesopotamien, Griechenland und Rom. Gezeigt werden außerdem die großen Kunstströmungen Europas vom 10. Jahrhundert bis heute. Wandteppiche, Altaraufsätze, Spitze, Goldschmiedekunst und Porzellan gehören zu den kostbaren Höhepunkten der Ausstellung.
Von Mikronesien bis Amerika:
Die nicht-europäischen Werke laden ihrerseits auf eine Reise ein: nach Mikronesien, Polynesien, Indien, Südostasien, China und ins präkolumbische Amerika. In den eindrucksvollen Archäologie-Sälen wird der Geschichte der Region von der Vorgeschichte bis zur Epoche der Merowinger neues Leben eingehaucht.
Musée Art & Histoire (MRAH)
KBR museum
In der KBR wird Geschichte lebendig. Die Königliche Bibliothek sammelt alle belgischen Publikationen und bewahrt ein umfangreiches kulturelles und historisches Erbe. Die Sammlung umfasst über 8 Millionen Dokumente, darunter Bücher und Handschriften, Zeitungen, Drucke, Partituren, Münzen, Medaillen und Karten. Als nationale wissenschaftliche Bibliothek ist es die Aufgabe der KBR, dieses Erbe zu bewahren, zu erforschen und der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Im Herzen der Königlichen Bibliothek befindet sich das Juwel des KBR-Museums: die Bibliothek der Herzöge von Burgund. Tauchen Sie ein in die magische Welt der Handschriften, der mehrstimmigen Musik und der Miniaturen. Bestaunen Sie die prachtvolle Bibliothek der Herzöge von Burgund und erleben Sie eine klangvolle, polyphone Reise.
Betreten Sie das Atelier der Miniaturisten und genießen Sie ein Klangbad in der spätgotischen Nassau-Kapelle, wo Sie in die Polyphonie der franko-flämischen Komponisten des 15. und 16. Jahrhunderts eintauchen. Möchten Sie selbst kreativ werden? Gestalten Sie Ihre eigene Miniatur, testen Sie Ihre Fähigkeiten als Kopist oder experimentieren Sie mit Mehrstimmigkeit. Zwei oder vier Stimmen, nur der Tenor oder der Bass? Das Ergebnis liegt in Ihren Händen.
KBR museum
Kirche Notre-Dame de la Chapelle
Die Kirche Notre-Dame de la Chapelle – von den Brüsselern meist einfach „la Chapelle“ genannt – ist größtenteils im gotischen Stil erbaut, auch wenn einige Teile
im älteren romanischen Stil gehalten sind. Traditionell wird sie neben der Kathedrale der Heiligen Michael und Gudula und der Kirche Notre-Dame du Sablon zu den drei noch erhaltenen gotischen Kirchen in Brüssel gezählt. Umfassende Restaurierungsarbeiten, die im 19. Jahrhundert unter der Leitung des Stadtarchitekten Victor Jamaer durchgeführt wurden,
veränderten das Erscheinungsbild der Kirche deutlich. Im 20. Jahrhundert folgten weitere Renovierungsmaßnahmen, die auch darauf abzielten, die Sicherheit des Gebäudes angesichts bestimmter Mängel (Feuchtigkeit, Beeinträchtigung der Stabilität usw.) zu gewährleisten.
Das Innere des Gebäudes ist reich an Kunstwerken, überwiegend im Barockstil (16. und 17. Jahrhundert). Im Jahr 1932 wurde die Kirche unter Denkmalschutz gestellt.
Kirche Notre-Dame de la Chapelle
Hôtel Ravenstein
Das Hotel de Clèves-Ravenstein im brabantischen Gotikstil ist das einzige Beispiel in Brüssel aus dieser Zeit, also der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert. Es besteht aus mehreren Gebäudeteilen und wird heute von der Cinémathèque genutzt.
Hôtel Ravenstein
CINEMATEK
Die Cinematek ist gewissermaßen die öffentliche „Vitrine“ der Cinémathèque royale de Belgique. Die Filmsammlung zählt weltweit zu den größten ihrer Art und wächst jährlich um rund 2000 Neuerwerbungen. Das Filmarchiv deckt die Filmkunst von den ersten Filmen bis zur Gegenwart ab. Das Filmprogramm umfasst häufig Perlen der internationalen Filmkunst, Anthologien, Retrospektiven, Themenreihen etc.
CINEMATEK
Palais d'Egmont
Dieser fürstliche Wohnsitz, einst Residenz der Grafen von Egmont und später der Herzöge von Arenberg, wurde zwischen dem 16. und dem frühen 20. Jahrhundert in mehreren Bauphasen errichtet. Das imposante Gebäude wird im Süden von einem großen Park umgeben, der denselben Namen trägt.
Palais d'Egmont
Grand-Place
Der Grand-Place in Brüssel zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als einer der schönsten Plätze der Welt.
Architektonische Perlen: Hier lässt sich eine äußerst gelungene Mischung verschiedener architektonischer Stilrichtungen bewundern, charakteristisch für die Kultur und die Gesellschaft einer wohlhabenden, nordeuropäischen Stadt. Eingerahmt wird der Grand-Place von majestätischen Zunfthäusern, die überwiegend aus dem 17. Jahrhundert stammen. Das Rathaus von Brüssel, das Anfang des 15. Jahrhunderts (1402) erbaut wurde, dominiert das architektonische Gesamtbild.
Spektakuläre Veranstaltungen auf dem Grand-Place: Der Grand-Place wird regelmäßig Schauplatz verschiedener Großereignisse, darunter das mittelalterliche Spektakel Ommegang und der berühmte Blumenteppich, bei dem der gesamte Platz mit einem riesigen Blumenmeer ausgelegt wird
Sie befinden sich übrigens in bester Gesellschaft, denn schon Schriftsteller wie Baudelaire und Victor Hugo und sogar Karl Marx verfielen dem Charme des Grand-Place.
Grand-Place
Brüsseler Stadtmuseum - Maison du Roi
Das majestätische Maison du Roi (dt. Haus des Königs), in dem sich das Brüsseler Stadtmuseum befindet, ist Teil des architektonischen Ensembles des berühmten Grand-Place und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Bei dem neogotischen Gebäude, das im 19. Jahrhundert nach den Plänen des Architekten Pierre-Victor Jamaer fertiggestellt wurde, handelt es sich um eine Nachbildung eines Bauwerks im spätgotischen Stil des 16. Jahrhunderts.
Das hier untergebrachte Brüsseler Stadtmuseum birgt Ausstellungen und Sammlungen zur Geschichte der Stadt Brüssel, Stadtentwicklung, Archäologie, Kunst und Stadtleben etc. Auch die Brüsseler Folklore wird beleuchtet. So ist der Garderobe von Manneken Pis ein eigener Saal gewidmet. Seit Februar 2017 hat sie sogar ein eigenes Museum: GardeRobe MannekenPis an der Rue du Chêne 19, gleich neben der berühmten Brunnenfigur.
Brüsseler Stadtmuseum - Maison du Roi
Square du Petit Sablon
Der Square du Petit Sablon im flämischen Neo-Renaissance-Stil, gleich gegenüber der Kirche Notre-Dame-au-Sablon, gilt es eines der architektonischen Kleinode der Brüsseler Innenstadt.
Mit seinen Monumenten und Skulpturen mutet der Petit Sablon fast wie ein Freilichtmuseum an: Den schmiedeeisernen Zaun zieren 48 majestätische romanische Säulen, auf denen ebenso viele Bronzestatuen prangen, die die Brüsseler Handwerkszünfte verkörpern. Die zehn Statuen im hinteren Teil des Gartens zeigen die großen belgischen Humanisten, von Mercator bis Ortélius... Der symmetrische Platz besitzt eine große Symbolkraft, die bis in die Pflanzenwelt hineinreicht: Die neun Buschformationen stehen für die damaligen neun belgischen Provinzen.
Die zentralen Statuen stellen die Grafen von Egmont und von Hornes dar, die sich im 16. Jahrhundert der spanischen Tyrannenherrschaft entgegenstellten und schließlich enthauptet wurden. Zwei Treppen führen in die Rue aux Laines, von der aus Sie in den Parc d’Egmont gelangen.
Square du Petit Sablon
Musées Maison d’Érasme & Béguinage
Das Maison d’Érasme und der Beginenhof neben der Stiftskirche Saints-Pierre-et-Guidon bilden ein bemerkenswertes historisches Ensemble im Herzen der Gemeinde Anderlecht. Das Maison d’Érasme ist eines der ältesten Wohnhäuser der Region Brüssel, Erasmus lebte dort von Mai bis Oktober 1521. Zu sehen sind Skulpturen, Gemälde und Stiche von Meistern des 15. bis 17. Jahrhunderts: Albrecht Dürer, Hugo Van der Goes, Cornelis Metsys ... sowie Porträts von Erasmus, inspiriert von Hans Holbein und Quentin Metsys. Eine umfangreiche Bibliothek aus dem 16. Jahrhundert spiegelt das Denken von Erasmus, dem „Fürsten der Humanisten“, wider.
Ein von dem Landschaftsarchitekten René Pechère entworfener Heilkräutergarten umfasst rund hundert Pflanzen, die seit dem 16. Jahrhundert bekannt sind. Dahinter erstreckt sich ein Philosophengarten, in dem Werke zeitgenössischer Künstler wie Marie-Jo Lafontaine und Bob Verschueren zu sehen sind.
Der Beginenhof von Anderlecht ist der kleinste Beginenhof Belgiens. Er wurde 1252 gegründet und besteht aus zwei Flügeln, die einen ummauerten Garten umschließen. Bis zur Französischen Revolution beherbergte er Beginen. Der Beginenhof wurde sorgfältig restauriert und ist nun jeden ersten Sonntag im Monat für Besucher geöffnet. Es gibt Führungen. Werfen Sie einen Blick auf die Renovierungsarbeiten, die durchgeführt wurden, um diesem außergewöhnlichen und in Europa einzigartigen architektonischen Erbe sein ursprüngliches Aussehen zurückzugeben. Ein neues Museumsprojekt ist in Vorbereitung.
Musées Maison d’Érasme & Béguinage