Matongé und Saint-Boniface: zwei kosmopolitische Stadtviertel mit trendigen Bars

04 November 2025

Lust auf eine kleine Reise in fremde Kulturen? Die beiden Stadtviertel Matongé und Saint-Boniface sind wie ein eigener kleiner Kontinent, der hauptsächlich von Einheimischen frequentiert wird – kosmopolitisch, bunt und lebendig.

Matongé ist das afrikanische Viertel der Stadt, dessen Name wiederum auf ein Stadtviertel in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa zurückgeht. Hier zwischen afrikanischen Cafés, Friseuren und Gemüselädchen findet man eine gehörige Prise Exotik. Im benachbarten Saint-Boniface-Viertel hingegen wimmelt es von angesagten Bars, Musik-Cafés und Restaurants aus aller Herren Länder. 

Architektonischer Spaziergang

In der Architektur von Saint-Boniface macht sich eine geballte Ladung europäischer Einflüsse bemerkbar. Beginnen Sie Ihren Streifzug zu Fuß an der gotischen Kirche Saint-Boniface. Ein wenig weiter, an den Hausnummern 15, 17, 19, 20 und 22 der Rue Saint Boniface reihen sich die Jugendstilfassaden aus der Feder des großen Architekten Ernest Blérot aneinander, die – jede für sich – ihre eigene kleine Besonderheit aufweisen.

Flanieren Sie weiter bis zum Place Fernand Cocq, wo sich das Rathaus der Gemeinde Ixelles im neoklassischen Stil befindet. Besonders beeindruckend sind die Eingangshalle und der Hochzeitssaal. Lust auf eine Radtour? Dann leihen Sie sich beim Pro Velo für den Rest des Tages ein Fahrrad aus.

Afrikanisches Flair

Matongé ist ein echter Mikrokosmos, in dem man sich fast ein wenig in Afrika wähnt: Hier isst man das beste Saka Saka (zentralafrikanische Spezialität, zubereitet aus Maniokblättern), zahlreiche Friseure flechten die ausgefallensten Frisuren, während die Stände der Gemüse- und Obstläden exotische Farben und Düfte verströmen. Unsere besonderen Empfehlungen: Das Restaurant L’Horloge du Sud für sein Moambe oder Maafé, aber auch das Kultur- und Musikprogramm lohnt sich. Ihre Reise endet buchstäblich in der Sonne Afrikas, nämlich im Restaurant Soleil d’Afrique, wo die besten Moambes, ein kongolesisches Hühnchenrezept mit Erdnusssauce, serviert werden.

Die besten Adressen für einen Drink

Saint-Boniface ist das Ausgehviertel schlechthin. Mit den ersten Sonnenstrahlen nehmen die Brüsseler die bunten Terrassenstühle der Bar de l’Athénée in Beschlag, um sich ein kühles Blondes zu genehmigen. Liebhaber von Naturwein finden in dem Weingeschäft Titulus ihr Glück, dessen Sortiment ganze 350 Weinsorten umfasst. Dazu gereicht wird Käse, Aufschnitt oder hausgemachtes Ceviche. Auf dem Fernand-Cocq-Platz ist das stilvolle Café Tulipant ein echter Geheimtipp. Dort kann man das wunderschöne Interieur, hausgemachte Cocktails und mediterrane Gerichte genießen, zum Teilen oder auch nicht.

Kulinarische Weltreise

Die beiden Viertel Matongé und Saint-Boniface entführen Sie auch kulinarisch in fremde Länder. Im Saint-Boniface-Viertel können Sie in dem kleinen italienischen Restaurant Osteria Bolognese Köstlichkeiten aus Bologna kosten, die der italienische Küchenchef hier frisch zubereitet. Reservieren Sie am besten schon drei Wochen im Voraus, um einen Tisch zu ergattern! Im Certo, einem gemütlichen, heimeligen Ort, serviert Ihnen der italienische Küchenchef die großen Klassiker, die die Einfachheit der italienischen Küche hervorheben. In der gleichen Straße strotzen die farbenfrohe Fassade und die Speisekarte des Restaurants Le Longue Vie vor Kreativität. Die grüne Vorderseite des Savage ist eine Anspielung auf das ausgezeichnete Menü auf Pflanzenbasis und die nachhaltige Philosophie des Restaurants. Eine saftige, 100% amerikanische Pastrami gibt es bei Elbow! In der geographischen Gegenrichtung hätten wir das japanische Restaurant Yamato, in dem sich auch die ortsansässigen Japaner ihre Ramen-Suppe schmecken lassen. Ebenfalls in der Nachbarschaft befindet sich Kitchen 151, welches eine geschmackvolle Speisekarte mit nahöstlichen und mediterranen Einflüssen anbietet. Ihre tägliche Kuchenration hingegen bekommen Sie in dem skandinavischen Café Fika, wo Sie in dem idyllischen Gärtchen hausgemachtes Gebäck verputzen können. Im Caleo, einem entspannten Bistro, werden Ihnen ebenfalls Frühstück, Mittagessen und Brunch serviert. Und wenn Sie sich noch immer nicht entscheiden können, dann ab zu Ratz! Dieser Food Market in der Rue Saint‑Boniface lockt mit zahlreichen Essensständen und kulinarischen Einflüssen aus aller Welt.

Nachtleben

Gefeiert wird hier im Viertel allabendlich! Lassen Sie sich mitreißen von der Blues- und Jazzmusik im Sounds Jazz Club oder den Weltmusikklängen bei Muziekpublique. Das zeitgenössische französischsprachige Theater ist im Le Rideau zu sehen. Nach dem Kulturgenuss können Sie im L'Athénée (siehe oben) oder in einem der lebhaften Terrassencafés am belebten Place Fernand Cocq bis spät in die Nacht etwas trinken!

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Wie kommt man dahin?

Brüssel ist wie ein Dorf; die verschiedenen Stadtteile sind fußläufig zu erreichen. Aber auch die öffentlichen Verkehrsmittel sind eine gute Möglichkeit, dorthin zu gelangen. Matongé und Saint-Boniface sind mit der Metro (Linien 2, 6 - Haltestelle Porte de Namur/Naamsepoort) und mit dem Bus (Linien 71, 54 - Haltestellen Porte de Namur/Naamsepoort, St.-Boniface oder Fernand Cocq) erreichbar.

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